Für ein anderes System

Ich bin für ein anderes System.

  1. Ein System, in dem jeder Mensch nur eineinhalb bis zwei Stunden am Tag einer produktiven Tätigkeit nachgeht. In dieser Zeit tut er Dinge, die notwendig sind zu tun für die Gemeinschaft, in der die Person lebt oder die Weltengemeinschaft in Form von künstlerischen Tätigkeiten. Dabei sucht sich jede(r) aus dem Pool der zu verrichtenden Tätigkeiten aus, was er oder sie machen möchte. Wer krank ist oder anderweitig gesundheitlich nicht dazu in der Lage, ist davon ausgenommen.
  2. Jeder Mensch sorgt an jedem Tag zwei Stunden lang für sein leiblich-seelisch-geistiges Gleichgewicht. Er tut etwas für seinen Körper, für seine Seele und seinen Geist. Jede(r) kann sich aus dem Pool der Möglichkeiten heraussuchen, was für ihn passt. Eine Empfehlung ist die Bewegung möglichst in der Natur. Damit verbinden wir uns zurück zu unserem Ursprung. Damit werden wir wieder mit allem verbundene Wesen und handeln im Einklang mit der Natur.
  3. Wir versorgen unsere Körper mit gesunder Nahrung. Möglichst mit viel Obst und Gemüse. Biologisch. Möglichst ohne Tiere, damit alle auf der Welt zu essen haben. Bereiten die Nahrung selbst für uns zu. Auch das wird in etwa zwei Stunden pro Tag in Anspruch nehmen.
  4. Die restliche Zeit nutzen wir dafür, hilfsbedürftigen Menschen zu helfen wie Alten, Kranken, Behinderten und Kindern. Und tun, was wir gerne möchten, was uns entspricht.
  5. Um so leben zu können gibt es ein bedingungsvolles Grundeinkommen von 1000 Euro im Monat für die Zeit des sanften Übergangs in eine geldfreie Welt. Es gibt keine Krankenkasse, sondern das System kommt für die Kosten im Krankheitsfalle auf.

Karte von morgen und der Pioneers of change online summit

Karte von morgen

Ich hatte sowieso vor, von der Karte von morgen zu schreiben, da ich letzthin auf einer Veranstaltung mit Helmut Wolman war, bei der die Karte von morgen vorgestellt wurde. Und da ich davon begeistert bin, weil sie einem auf einen Blick zeigt, welche zukunftsweisenden Projekte es an einem Ort gibt, wollte ich es an dieser Stelle weitergeben. Noch dazu fängt heute der Pionners of change online summit mit einem Interview von Helmut Wolman, dem Begründer der Karte von morgen an, da fallen ja zwei Sachen zusammen! Also kann ich meine lieben Leserinnen und Leser nur motivieren, sich das Interview von ihm zwischen heute abend 18 Uhr und Samstag 18 Uhr anzuschauen, nachdem Ihr Euch mit Eurer E-mail für den Pionners of change online summit angemeldet habt.

Pionners of change online summit

Es geht bei der Karte von morgen darum, in einer interaktiven Onlineplattform Initiativen, Organisationen und Unternehmen des Wandels aufzuzeigen. Also solche, die sozial-ökologische Transformation bewirken wollen und mit den sustainable development goals, auf deutsch den Zielen für nachhaltige Entwicklung, die von den Vereinten Nationen entwickelt wurden, übereinstimmen. Jede(r) kann dabei Eintragungen vornehmen, nur bite ohne personenbezogene Daten. Ich finde es deshalb sehr praktisch, weil man auf diese Art und Weise, wenn man neu an einen Ort kommt, sich ganz schnell und einfach einen Überblick über die Dinge verschaffen kann, die an dem Ort laufen. Das ist ganz wunderbar. Auch wenn Student*innen neu irgendwohin kommen finden sie auf diese Art und Weise schnell, was sie suchen.

In einigen Städten wie Mannheim oder Darmstadt sind sogar schon Karten in Papierform entstanden, die zukunftsweisende Projekte aufzeigen. Also, meine wärmste Empfehlung, sich die Karte mal anzuschauen und bei der Verzeichnung mitzumachen. Es werden auch noch Regionalpilot*innen und Themenpilot*innen gesucht. wer sich dazu berufen fühlt, bitte sich bei Helmut Wolman melden.

What did we do?

Jahresrückblick der Gruppe „andere Welt“

Wie das normal am Jahresende oft der Fall ist, haben auch wir mal einen Jahresbericht erstellt und da bei uns ja vieles anders ist als normal kommt er erst jetzt – nach reiflicher Überlegung, ob er überhaupt an diese Stelle gehört. Wir haben uns dafür entschlossen, um anderen Menschen einen Eindruck zu geben, was wir konkret im letzten Jahr gemacht haben. Das kann ja wiederum eine Anregung für andere sein…

Wir trafen uns seit Frühjahr vergangenen Jahres, zunächst einmal um über Zukunftsvisionen zu sprechen, aber auch über die mögliche Gründung einer Stiftung oder eines Vereins und was wir sonst gerne tun möchten, um die Welt ein Stück besser zu machen. Dabei kamen unterschiedliche Wünsche zum Vorschein:

Car-Sharing/ Teil-Auto

Eine der Teilnehmerinnen hatte den Wunsch, ihr Auto zu teilen. Die Verwirklichung ließ nicht lange auf sich warten. Drei beziehungsweise für ein paar Monate vier Frauen teilten sich ihren Kleinwagen miteinander und machten erste Erfahrungen, wie es ist, ein Auto gemeinsam zu nutzen. Wir teilten uns dabei Steuer und Versicherung und gaben jede pro Monat noch etwas für eventuelle Reparaturen hinzu, was sich allerdings mit dem tatsächlichen Bedarf an Reparaturkosten noch nicht wirklich deckte und deshalb vom Konzept her noch verbesserungsbedürftig ist. Es war dann schon ziemlich aufwendig jeweils miteinander abzusprechen, wer wann das Auto für wie lange hat und wohin er oder sie damit fährt. Aber insgesamt war es eine gute Lösung.

Gemeinschaftsgarten

Da die Gruppe sich insgesamt einen Gemeinschaftsgarten wünschte, wurden verschiedene Angebote in Würzburg und Umgebung eingeholt und angeschaut, um herauszufinden, was wir in etwa haben wollen. Ein Garten davon wurde näher ins Auge gefasst und gemeinsam besichtigt, war jedoch zu teuer und zu laut, da direkt an einer Bahnlinie und an einem Autobahnzubringer gelegen. Der Vermieter war leider nicht dazu bereit, uns mit dem Preis soweit entgegen zu kommen, dass es für alle TeilnehmerInnen passte. Drei sprangen gleich ab, weil ihnen zehn Euro im Monat zu viel waren und sie selbst auch ein kleines Gartenstück zum Anbau bei ihrer Wohnung zur Verfügung hatten.

Hambacher Forst

Mehrere TeilnehmerInnen der Gruppe beteiligten sich an Petitionen und einige nahmen an Demonstrationen sowohl am Hambacher Forst selbst als auch vor Ort in Thüngersheim teil, wo mehrere Hektar Wald neben einem Naturschutzgebiet dem Abbau von Muschelkalk weichen sollte . Zwei Leserbriefe zum Thema wurde ebenfalls verfasst und und in der lokalen Zeitung veröffentlicht.

Neue Internetseite anotherworld.site

Die Initiatorin der Gruppe baute diese neue Internetseite anotherworld.site auf, die ihren Fokus auf Zukunftsvisionen hat, aber auch  Aktuelles wie Berichte über Konferenzen zur Wandelbewegung, Wettbewerbsausschreibungen, Hinweise auf Demos oder Petitionen im Bedarfsfall einen Platz finden.

Teilnahme an Konferenzen und Treffen zum Thema Wandel

Die Initiatorin der Gruppe nahm an verschiedenen Treffen teil:

  • an der „Utopie-Konferenz“ an der Leuphana Universität in Lüneburg ebenso wie an einem
  • Treffen der Wandel-Bewegung makersforhumanity (m4h) zu Pfingsten in Ferropolis und einem
  • Wandel-Campus bei Frankfurt am Main.

Alle Konferenzen waren sehr anregend und führten zu einem fruchtbaren Austausch der Teilnehmer*innen. Über einen Teil der Konferenzen wurde berichtet.

Public relations

Kontakte wurden zu verschiedenen Personen und Institutionen geknüpft:

Zum Haus des Stiftens in München, die uns eher davon abrieten, eine Stiftung zu gründen.

Bobby Langer von Ökoligenta folgte der Einladung, zum Gruppentreffen zu kommen und lud die Initiatorin der Gruppe ein, für die nächsten Monate  bei seinem Gemeinschaftsgarten mitzuwirken. Sie freute sich sehr, auf diese Weise ein wenig gärtnern zu können.

Da die Gruppe einen eigenen Gemeinschaftsgarten wünschte, wurden Kontakte aufgenommenzum Gartenamt, Verband der Kleingärtner und zum Klimaschutzbeauftragten der Stadt, der unter anderem für die Förderprogramme für Urban Gardening Projekte zuständig ist. Von seiner Seite aus wurden Workshops zusammen mit zwei anderen Urban Gardening Projekten der Stadt vorgeschlagen.

Weitere Kontakte wurden vor Ort zu der Urban Gardening-Gruppe genannt Stadtgärtner geknüpft, zum Hochschulprojekt Campusgarten und zu Frankfurter Urban Gardening Projekten durch Teilnahme an einer Veranstaltung der dortigen vhs, bei der sich acht Gemeinschaftsgärten des Rhein-Main-Gebiets vorstellten. Der zuvor schon telefonisch entstnadene Kontakt zum Projekt Tortuga in Frankfurt vertieften wir anschließend. Eine Zusammenarbeit wurde insofern von Transition Town Frankfurt angeboten, als dass wir uns als Gruppe an sie mit unserem Gemeinschaftsgarten-Projekt anschließen dürften, wenn wir dies möchten.

Erstellung eines gemeinsamen Papiers

Die Teilnehmer*innen der Gruppe entschlossen sich, sich als Initiative zu sehen und erstellten zusammen ein Gemeinschaftspapier mit gemeinsamen Wünschen für eine andere Welt. Das Papier wurde dann auf anotherworld.site veröffentlicht. Als erstes Gemeinschaftspapier stellt es schon fast einen Meilenstein dar.

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Was ist bei uns anders gewesen?

Wie eine Transition Town Initiative dies auch macht, haben wir am Anfang und Ende der Treffen in der Regel eine Anfangs- und eine Schlussrunde gemacht, in der jede(r) kurz auf die Fragen eingehen konnte „Wie bin ich da? Wie geht es mir?“ und „Was erwarte ich vom heutigen Treffen?“ beziehungsweise am Ende des Treffens „Wie geht es mir jetzt?“ und „Wie fand ich das Treffen?“ Das, um die Menschen da abzuholen wo sie sind und ihnen zu zeigen, dass es uns nicht egal ist, wie es dem anderen geht und dass auch dasein darf, wem es einmal nicht so gut geht.

Ansatzweise haben wir mit der Soziokratie gearbeitet, wenn es uns dienlich schien, um die Meinung aller zu einem Thema abzufragen. Da jede(r) einbringen durfte, was er oder sie wollte, hat einer der Teilnehmer in der Lokalpresse erschienene Zeitungsartikel vor allem zum Thema Klimawandel und Umwelt referiert und die Gruppe damit auf dem Laufenden gehalten, was in den Medien berichtet wurde.

Im Sommer haben wir aber auch ganz schön gefeiert. Gründe fanden wir genug!

Die drei Ebenen des Austauschs

Die drei Ebenen des Austauschs

Viele Jahre war ich in Tauschringen und habe das Tauschen kennen gelernt. Und dann war ich viele Jahre im Freien Geben und Nehmen unterwegs und habe festgestellt, dass es drei Ebenen gibt wie Dinge zu einem kommen können. Ich habe sie hier einmal aufgezeigt, weil sie denjenigen, die rein auf der Ebene Geld gegen Ware leben die anderen Ebenen zum Teil gar nicht von Erleben her kennen.

  1. Die Ebene des Tausches Ware/Dienstleistung gegen Geld

Das ist die Ebene, die wir am meisten kennen. Wir zahlen Geld und bekommen direkt etwas dafür. Entweder eine Sache, ein Objekt oder eine Dienstleistung.

  1. Die Ebene des Tausches Ware/Dienstleistung gegen eine andere Ware oder Dienstleistung

Der klassische Tauschhandel entweder direkt: eine Person tauscht mit einer anderen Person oder in Tauschringen: eine Person nimmt etwas und gibt etwas einer anderen Person

  1. Die Ebene des freien Gebens und Nehmens

Jede(r) gibt oder nimmt aus freien Stücken, was er oder sie will und erwartet absolut nichts im Gegenzug.

Es wird günstigenfalls jedoch von jedem selbst darauf geachtet, dass das Gleichgewicht von Geben und Nehmen insgesamt auf einer höheren Ebene ausgeglichen ist. Das heißt, jede(r) bringt sich selbst aus freien Stücken so ein wie es ihm oder ihr entspricht, um das, was er oder sie genommen hat im Großen und Ganzen auszugleichen.

Creative commons license  – Nicht kommerziell- Share alike

Solidargemeinschaft „andere Welt“

Schon seit ein paar Jahren schwebt mir die Gründung einer Solidargemeinschaft vielleicht in Form einer Stiftung oder in einer anderen Rechtsform vor, die zukunftsweisend sein sollte und dazu beitragen sollte, eine andere Welt zu erschaffen. Vor allem soll sie dazu dienen, Privateigentum in Gemeingüter umzuwandeln, um eine lebenswerte Welt für alle zu schaffen.

Sie soll helfen, Menschen, die aus welchen Gründen auch immer auf Privateigentum verzichten möchten und mithelfen wollen, eine andere Welt aufzubauen, einen Rahmen zu geben, in dem sie ihre Besitztümer in Verwahrung geben können, die dann zu ihrer bestmöglichen Bestimmung gebracht werden.

Jede(r), der oder die an den Kreis der Menschen angeschlossen ist, die in einer anderen Welt leben möchten und daran mitwirken, dass eine solche zustande kommt und jeder, der Wohneigentum selbst eingebracht hat, hat das Recht auf eine seinen Bedürfnisse entsprechende Unterkunft. Das ist sozusagen ein Grundrecht in der anderen Welt.

Hintergrund ist zum einen, Menschen eine Möglichkeit zu geben, zu wohnen ohne selbst Eigentum zu besitzen und Miete zu zahlen. Bezahlt werden nur die anfallenden Kosten. Zum anderen soll es verhindern, dass manche Menschen mehrere Häuser oder Wohnungen besitzen ohne sie zu nutzen, dass Spekulationen mit Wohnraum betrieben werden, Preise in die Höhe getrieben, Gentrifizierung stattfindet, Menschen, die zahlungsunfähig werden ihre Wohnungen oder Häuser verlieren… Es gibt Tausende von Gründen, über das bisherige System hinauszugehen, um etwas gänzlich neues und anderes zu schaffen.

Ziel ist, dass jeder Mensch ein für ihn geeignetes Zuhause an einem für ihn genehmen Platz hat und dass negative Seiten des bisherigen Systems wegfallen, um ein neues humaneres und umweltverträglicheres System aufzubauen, das unabhängig von finanziellen Interessen einiger weniger Menschen ist.

Auch wünsche ich mir, Menschen eine Möglichkeit zu geben, alles, was sie wollen als Gemeingut zur Verfügung zu stellen und auch umgekehrt, es in der gewünschten Form zu benutzen ohne dass es einer einzelnen Person gehört.

Wünschenswert wäre auch, eine Stelle zu schaffen, in der ein gemeinschaftlich genutztes Auto angemeldet werden kann. Einen Ort, an dem die Strafzettel ankommen und auch rechtzeitig bezahlt werden von Leuten, die gerade nicht unterwegs sind und sich darum kümmern. Von Geld, das vorher hinterlegt wurde für den Fall dass…

Überhaupt sehe ich auch eine Solidargemeinschaft für Geld. Dass jeder bestimmen kann, wie viel Geld er oder sie freiwillig der Solidargemeinschaft zur Verfügung stellt, das als gemeinsames Geld zählt. Damit könnten andere Menschen, die gerade Geld brauchen unterstützt werden.

Wichtig wäre dabei ein zinsfreies System.

Mit dem gemeinschaftlichen Geld können nicht nur zukunftsweisende Projekte, sondern auch Menschen in Notsituationen wirksam unterstützt werden.

Das erst einmal als Einführung in etwas, was mir schon lange im Kopf herumschwebt und darauf wartet, auf die Erde zu kommen.

Über Unterstützung bei der Umsetzung dieser Idee freue ich mich sehr.

Pioneers of change

Wer immer sich für den Wandel interessiert, für den ist es wert, die Plattform der Gruppe Pioneers of change kennen zu lernen. Zuerst waren sie in Wien beheimatet, mitlerweile gibt es aber auch einen Ableger in Berlin.

Aktuell laufen die Vorbereitungen für ein Online summit, der von 7. – 17. März 2019 stattfindet und zu dem man sich schon anmelden kann. Wer sich zum Newsletter anmeldet, bekommt den Link zum kostenlosen E-book „Wege in die Zukunft“ mit Zukunftsinitiativen zum Mitmachen und Nachmachen.

Insgesamt will Pioneers fo change Menschen inspirieren und begleiten, um auf den Weg  in ihre sinnvolle Gestaltungskraft zu gelangen. Dazu gibt es einen LERNgang, der jeweils im Herbst beginnt und Menschen zu einem Changemaker ausbilden lassen können, was allerdings nicht umsonst ist, sondern etwas mehr als nur ein wenig kostet. Dafür werden die Pioneer*innen des Wandels umfassend unterstützt sowie gecoacht, erhalten ein Jahr lang in neun Modulen eine Ausbildung, um ihre Ideen zu verwirklichen und umzusetzen, sei es in Organisationen, als Selbständige*r oder mit einem Projekt.

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Kostenlos ist allerdings ein sehr zu empfehlender Online-Kurs mit Titel „Welt im Wandel„, der von Vivian Dittmar und Martin Kirchner als Online-Symposium erstellt wurde.  In vielen kurzen Videos wird häppchenweise auf die Probleme in unserer Welt aufmerksam gemacht und wir ermutigt, unseren Beitrag dazu leisten.

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Momentan werden auch ganz aktuell neue Regionalgruppen gebildet wofür Regionalgruppenleiter*innen gesucht werden und Menschen, die sich dazu berufen fühlen, willkommen sind. Wer sich dies vorstellen kann, trägt sich als Gastgeber*in ein,  bekommt Unterstützung in der Online-Academy, und kann an Workshops, Treffen ebenso wie an Video-Calls teilnehmen, um für diese Aufgabe gewappnet zu sein. In einer Liste und in einer Landkarte können alle an einem Gruppentreffen Interessierten schauen, wo es schon Regionalgruppen gibt, um daran teilzunehmen.

Aktuell kann sich jede/r beteiligen mit Ideen für gemeinsame kollektive Aktionen zum online summit, die Veränderung bewirken können.  Ist das nicht wunderbar?

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Die Webseite ist also sehr vielseitig, es gibt noch viel mehr wie nur das Beschriebene zu entdecken (wie zum beispiel einen Blog) und es lohnt sich auf jeden Fall für alle Wandelbewegte einmal vorbeizuschauen bei den pioneers of change!

Initiative „andere Welt“

Wir, eine kleine Gruppe von Menschen, haben die Initiative „andere Welt“ gegründet

und folgendes gemeinschaftliche Papier erstellt:

Wir wünschen uns eine Welt, in der

  • Es keinen Privatgrundbesitz mehr gibt und jeder Mensch das Recht hat auf eine kostenfreie Unterkunft je seinen Bedürfnissen und nach Möglichkeit einen Garten ebenso wie auf eine Ferienunterkunft von Zeit zu Zeit
  • Eine Welt ohne Geld
  • Ein respektvoller Umgang mit Tieren herrscht, dass sie zu essen eher die Ausnahme ist als die Regel und es keine Tierversuche mehr gibt
  • Nur noch biologische Landwirtschaft betrieben und in Mischkulturen statt in Monokulturen angebaut wird
  • Es keine Privatfahrzeuge mehr gibt und nur noch Car-Sharing, Geschäftswägen und Wohnmobile
  • Der öffentliche Nah- und Fernverkehr Vorrang hat vor dem Individualverkehr mit optimal ausgebauten öffentlichen Verkehrsmitteln, die für den Nutzer kostenfrei sind
  • Keine neuen Straßen mehr neu gebaut, sondern nur alte ausgebessert werden
  • Es kein Plastik mehr als Verpackungsmaterial gibt
  • Nur noch biologische Wasch- und Reinigungsmittel produziert und vertrieben werden
  • Ohne Profit gewirtschaftet wird
  • Keine Werbung mehr produziert wird
  • nur noch qualitativ hochwertige Produkte produziert werden
  • Keine Waffen mehr produziert werden und es kein Militär mehr gibt
  • Erst mit Naturheilmitteln geheilt wird und erst wenn dies kein Erfolg hat schulmedizinische Mittel eingesetzt werden
  • Fast nur noch Recyclingpapier genutzt wird
  • Die Lebensgrundlagen erhalten werden, in dem ursprüngliche Natur komplett geschützt ist und keine weitere Landversiegelung mehr stattfindet
  • Nur noch baubiologische Niedrigenergie- und Passivhäuser gebaut werden

Für eine Zeit des Übergangs für die Umstellung halten wir für das Beste,

  • Wenn jede(r) ein bedingtes Grundeinkommen von 1000 Euro im Monat erhält und sich dafür, wenn möglich, eineinhalb bis zwei Stunden pro Tag an fünf Tagen pro Woche freiwillig einbringt, mit dem, was er oder sie möchte und was gebraucht wird. Das kann auch künstlerisch sein.
  • Da viele Menschen nur noch acht bis zehn Stunden pro Woche einer produktiven Tätigkeit nachgehen, können sie den Rest des Tages Hilfsbedürftigen wie Alten, Kranken, Behinderten und Kindern helfen. Sie haben nun die Zeit und die Möglichkeit, sich gesund zu ernähren, zu leben und sich ausreichend zu bewegen
  • nur noch Tauschwährungen ohne Zins und Zinseszins zu haben
  • Plastikverpackungen bis zur kompletten Eliminierung durch ein Pfandsystem komplett recycelt werden
  • Die Kosten für Tickets im öffentlichen Nahverkehr auf einen Euro pro Stunde Fahrtzeit festzusetzen

Mein Grundeinkommen wieder mit Partnerverlosung

Für alle, die von einem Grundeinkommen träumen, gibt es jetzt wieder die Möglichkeit, sich für das nächste Gewinnspiel anzumelden und zwar auf www.mein-grundeinkommen.de. Dort werden am 29. November 2018 die nächsten Grundeinkommen verlost. Die Sache funktioniert so, dass per Crowdfunding Geld für Bedingungslose Grundeinkommen gesammelt wird und immer wenn 12.000 € zusammen sind, werden sie an einem besonderen Tag an verschiedene Personen verlost. Man kann also auch spenden, wenn man Geld übrig hat, um damit für andere ein Grundeinkommen zu generieren. In fünf Tagen wird man im Zweier-Team ausgelost. Dazu meldet man sich selbst an und läd Freunde ein, mit denen man gemeinsam ein Grundeinkommen erhalten möchte. Also das als Einladung für alle, die einmal all das machen möchten, was ihnen auf dem Herzen ist ohne dabei an Geld für ihr Auskommen denken zu müssen. Ich selbst mache mit und habe auch zehn Freun*innen zum Mitmachen eingeladen. Mein Grundeinkommen für eine Welt mit Zukunft. Zur Anmeldung habt Ihr (nur) noch fünf Tage Zeit!

 

Die Fragwürdigkeit von Subventionen

Wir sind nicht für Subventionen. Subventionen sind dazu da, Kontrolle auszuüben und bestimmte Prozesse zu steuern, aber wir steuern mit diesen Subventionen derzeit vollkommen in die falsche Richtung, nämlich in Richtung Zerstörung des Planeten – anstatt ihn zu bewahren. Die ganzen alten und eigentlich schon längst überholten Energiegewinnungssysteme erhalten noch unglaublich hohe Subventionen, obwohl das vernunftgemäß eigentlich schon lange nicht mehr sein dürfte. Da wir mittlerweile die Mittel und Wege erneuerbarer Energie haben, ist es auch unsere Pflicht als Menschen, diese umzusetzen und nicht an überholten Energien festzuhalten, nur weil sie manchen Menschen Geld einbringen und wir das so gewohnt sind.

Wir tragen Verantwortung für die Zukunft. Geld ist nur ein Mittel zum Zweck und sollte unserer Meinung nach generell nicht mehr als entscheidender Punkt für Handlungsentscheidungen benutzt werden. Entscheidender Punkt für Entscheidungen sollte das sein, was am besten für unsere Umwelt und am besten für einen zukunftsfähigen Planeten ist. Geld ist ein vorübergehendes Übel in der Geschichte der Menschheit, vor allem ein auf Zins und Zinseszins aufgebaute Geldsystem und ist absolut nicht im Sinne des Schöpfers. Die Moslems wissen das und sind uns in dieser Hinsicht bei der Umsetzung des göttlichen Willens auf der Erde eindeutig voraus. In der Zukunft wird kein Geld mehr in dieser Weise wie heute existieren und eine Rolle spielen. Deshalb wäre jetzt schon entscheidend, die Gedanken an Geld bei Entscheidungsfindungen auf die Seite zu schieben und Handlungsspielräume jenseits des Gelddiktats zu erobern. Handlungsspielräume, die uns frei entscheiden lassen, was das Beste für den Planeten und den Menschen ist. Für den Planeten, den wir erhalten wollen für zukünftige Generationen. Deshalb müssen wir grundsätzlich unsere Einstellung allem gegenüber ändern.

Das einzige, was Subventionen rechtfertigen würde wäre, wenn sie in die richtige Richtung gingen, also alles, was dauerhaft zukunftsfähig ist zu unterstützen und zu fördern. Was wäre dauerhaft zukunftsfähig? Das wären beispielsweise die biologische Landwirtschaft, erneuerbare Energien, öffentliche Verkehrsmittel, baubiologische Häuser, kleine Tante-Emma-Läden,  regionale Produkte etcetera. Darin müssten wir investieren, wenn wir es uns leisten wollen, etwas zu subventionieren. Dann könnten wir wirklich von heute auf morgen eine komplett bessere Welt erschaffen. Wenn wir nur das fördern, was uns weiterbringt im Hinblick auf eine komplett giftfreie Welt, die wieder eine Oase sein wird für Tiere und Pflanzen, wo sich die Insekten wieder vermehren können anstatt wie im derzeitigen System der Landwirtschaft für immer von der Erde zu verschwinden.

Deshalb sind wir eher dafür, Subventionen komplett sein zu lassen, als Dinge zu fördern, die weiterhin in die falsche Richtung, also hin zur Zerstörung statt zur Bewahrung des Planeten gehen. Also entweder Subventionen ganz streichen oder komplett nur zukunftsweisende Projekte fördern. Zukunftsweisend ist alles, was den Planeten nicht in irgendeiner Hinsicht zerstört. Monokulturen, die mit Herbiziden, Pestiziden und chemischen Düngemitteln behandelt werden sind jedenfalls definitiv nicht zukunftsfähig und deshalb auch in keiner Weise mehr mit Geldern aus öffentlicher Hand zu fördern. Die Zeiten, in denen wir sinnlos Raubbau an der Natur betrieben haben, ist vorbei. Unsere Verantwortung ist, uns so zu verhalten,  Dass unser Planet auch morgen noch bewohnt werden kann und dies ist bei der derzeitigen Entwicklung in keinster Weise der Fall. Ein komplettes Umdenken ist notwendig, auch und vor allem bei den Subventionen. Also: entweder gar keine mehr oder nur für wirklich zukunftsweisende Projekte und Entwicklungen und keine Augenwischerei.

Leben nach dem Evangelium

Mein Leben nach Matthäus Kapitel 6 (25-34)

 

Ich habe es ja in diesem Blog nicht so oft erwähnt, aber im Grunde habe ich all die Jahre nach ein paar Worten im Matthäusevangelium gelebt. Für diejenigen, die die Worte Jesus nicht kennen:

25 „Darum sage ich euch: sorgt euch nicht um euer Leben, was ihr essen und was ihr trinken sollt, noch um euren Leib, was ihr anziehen sollt! Ist nicht das Leben mehr als die Speise und der Leib mehr als die Kleidung? 26 Seht die Vögel des Himmels an: Sie säen nicht und ernten nicht, sie sammeln auch nicht in die Scheunen, und euer himmlischer Vater ernährt sie doch. 28 und warum sorgt ihr euch um die Kleidung? Betrachtet die Lilien des Feldes, wie sie wachsen! Sie mühen sich nicht und spinnen nicht; 29 ich sage euch aber, dass auch Salomo in all seiner Herrlichkeit nicht gekleidet gewesen ist wie eine von ihnen. 30 Wenn nun Gott das Gras des Feldes, das heute steht und morgen in den Ofen geworfen wird, so kleidet, wird er das nicht viel mehr euch tun, ihr Kleingläubigen? 31 Darum sollt ihr nicht sorgen und sagen: was werden wir essen? Oder: Was werden wir trinken? Oder: Womit werden wir uns kleiden? Denn nach all diesen Dingen trachten die Heiden, aber euer himmlischer Vater weiß, dass ihr das alles benötigt. 33 Trachtet vielmehr zuerst nach dem Reich Gottes und nach seiner Gerechtigkeit, so wird euch dies alles hinzugefügt werden! 34 Darum sollt ihr euch nicht sorgen um den anderen Morgen; denn der morgige Tag wird für das Seine sorgen. Jedem Tag genügt seine eigene Plage“.

Das hat er zu seinen Jüngern gesagt. Ich erzählte letzthin ein paar gläubigen Christen in einer Gemeinde relativ beiläufig davon, dass ich so gelebt habe nach diesen Zeilen – viele Jahre lang. Ich habe einfach für mich und mein Verständnis danach gelebt. Natürlich habe ich teilweise dafür gesorgt, dass Essen kostenlos zu mir kam. Entweder es kam vom Markt, aus dem Supermarktcontainer oder auch von irgendwelchen karitativen Stellen, wo man entweder selber etwas essen kann oder aber was mitnehmen. Aber es ist anders, als wenn ich mir überlege, was ich essen will und dann gezielt aufschreibe, was ich dazu einkaufen möchte und das dann koche, was man oder frau normalerweise so macht.  Bei mir war es dann so, dass ich geschaut habe, was zuerst gegessen werden muss bevor es schlecht wird und ich es wegwerfen müsste. Ich schaute einfach, was zu kochen anstand und kombinierte dann in der Regel drei Gemüsesorten, die zusammen passten miteinander, um sie anzudünsten. Dazu gab es meist Brot, das ich in der Regel ebenfalls kostenlos irgendwo bekommen hatte. Ich rede zwar von der Vergangenheitsform, aber im Grunde ist das heute noch so, denn auf irgendwelche Art und Weise kommt Essen zu einem gewissen Teil immer noch zu mir ohne dass ich es kaufe, obwohl ich nur noch äußerst selten mal containere.

Um Kleidung habe ich mir auch kein Sorgen gemacht. Ich fand meist Unmengen an Klamotten. Überall. Die lagen einfach irgendwo rum, meist neben einem Altkleidercontainer. Und ein Teil davon passte und schon war ich angezogen. Hier in Deutschland gibt es dann ja noch die Umsonstläden, -ecken und –regale, wo man sich bestücken kann, Kleidertauschmärkte und so weiter. Es kam zwar immer wieder vor, wenn ich von einem Ort zum anderen unterwegs war, dass ich nur mit meinem Rucksack reiste, aber binnen kürzester Zeit hatte ich meist eine ganze Ladung an weiteren Klamotten angesammelt. Ich habe sie dann ja eine ganze Zeitlang auf Flohmärkten gratis angeboten und die Leute gaben mir oft einen Euro für ein Kleidungsstück freiwillig und von Herzen. Sie mochten das auch, geben zu können, was sie wollten. Es gab dann natürlich auch die Neider. Diejenigen, die früh aufgestanden waren und schon stundenlang dastanden und ihre Mühe hatten, erst einmal die Standgebühr reinzukriegen. Und dann kam ich viel später, ausgeschlafen und stellte mich hin ohne etwas zu bezahlen. Die schwärzten mich dann zum Teil an, so dass ich Ärger mit dem Flohmarktbetreiber bekam und den Platz räumen durfte. Nachdem mir das einige Male passiert war, hörte ich dann irgendwann auf. Aber es war eine nette Sache, da ich dadurch auch Menschen aus der Stadt, in der ich gerade war kennenlernte. Ich wollte dadurch ein Stück Gratiskultur verbreiten.

Ums Schlafen kümmerte ich mich immer ganz am Ende des Tages. So gegen zehn Uhr fing ich an, mich damit zu beschäftigen und mir etwas zu suchen. Wenn ich bei Leuten war, wartete ich einfach ab. Manchmal war es schon halb zwei Uhr nachts, nach einem ausgiebigen Gespräch, dass mich meine Gastgeber oder meine Gastgeberein fragten, wo ich denn übernachte. Dann sagte ich: „Weiss ich nicht“. „Ja, antworteten sie, du kannst hier übernachten.“

Dann half ich ihnen noch am selben Abend und am nächsten Morgen sagten sie: „Du kannst noch länger bleiben.“ Und ich half ihnen weiter und sie boten mir oft an, zu bleiben solange ich will. Oder sie setzten ein Limit. Aber so lebte ich viele Jahre. Viele glückliche Jahre. Das muss ich wirklich sagen. Und meinen Vagabundenblog, den hatte ich, um Zeugnis zu geben dafür, dass unser himmlischer Vater sich immer um uns kümmert. So wie es geschrieben steht. Um zu beschreiben, welch ein wunderbares Leben man/frau auf diese Weise führen kann. Und das noch dazu mit ganz wenig Geld. Wie gesagt bis auf das eine Jahr ohne Geld im Jahre 2009 lebte ich viele Jahre im Durchschnitt von 150 Euro im Monat. Und alles war ok. Da lebte ich für meine Begriffe schon fast im Luxus. Jedenfalls echt ok. Ich gab den Leuten, die mich zu sich eingeladen hatten meist einen Unkostenbeitrag von 50 Euro im Monat für Strom, Wasser und Gas. Die Heizung benutzte ich ganz selten. Ich war lieber unterwegs irgendwo im Warmen wie zum Beispiel einer Bibliothek, bewegte mich allerdings auch sehr viel. Bewegung ist ein ideales Mittel, um warm zu bleiben im Winter. Vor allen Dingen den Berg hoch. Den einen Winter, den ich im Wagen lebte verbrauchte ich gerade einmal 20 Liter Petroleum für meinen Ofen. Ich ging abends erst spät in den Wagen rein und wartete in voller Montur bis es weniger wie acht Grad war. Bis acht Grad war es auszuhalten, darunter war es definitiv zu kalt. So machte ich den Ofen an und heizte bis es richtig heiß war. Das  ging mit dem Petroleumofen sehr schnell. Dann machte ich ihn aus und zog mich langsam wieder nach und nach an wenn es kälter wurde. Man braucht eigentlich gar nicht sehr viel Heizung. Es braucht auch nicht überall in einem Haus warm zu sein. Wir sind viel zu verwöhnt, was Wärme anbetrifft. Wir leben in Deutschland in dieser Hinsicht weit über unsere Verhältnisse. Jeden Raum zu beheizen ist überhaupt nicht nachhaltig, sondern reinste Verschwendung von Ressourcen. Es ist auch überhaupt nicht notwendig. Früher war das auch nicht so.

So war also mein Leben. Es war ein ganz phantastisches, äußerst wertvolles und reichhaltiges Leben. So phantastisch, dass ich es auch gar nicht aufgeben wollte, wenn nicht viele nette und wohlmeinende Menschen immer wieder auf mich eingeredet hätten, ich soll mir doch eine Wohnung nehmen. Wozu brauche ich eine Wohnung? Ich bin doch immer eingeladen. So dachte ich. Und es war ja auch so.  Und jedes Mal, wenn ich mir eine Wohnung nehmen wollte, sagte jemand: hier bei mir kannst du wohnen. Da nahm ich doch lieber das kostenlose Angebot, als mich auf eine viel teurere Wohnung festzulegen. Jetzt habe ich es auch nur deshalb gemacht, weil ich selbst merkte, dass ich älter werde. Ich hätte theoretisch noch gut zwanzig Jahre so leben können. Aber in der Praxis wollte ich mal eine grundsätzliche Veränderung. Und einen Platz, an dem ich meine Sachen unterstellen kann und ein paar Monate später sind sie immer noch da. Das war mir vorher nicht vergönnt auf die Art und Weise, in der ich gelebt habe. Und es begann mir auch zu fehlen. Einen Raum, den ich ausfüllen kann. Ich war ja fast nur in Räumen, die von Dingen anderer Menschen ausgefüllt waren. Und irgendwann begann mich dies plötzlich zu belasten. Ich brauchte einfach regelrecht einen eigenen Raum, den ich ausfüllen konnte. Aber sonst wäre das alte Leben auch weitergegangen. Schier endlos. Ich war selbst in Deutschland immer bei Leuten eingeladen. Diese Art zu leben funktioniert also auch hierzulande. Und ich kenne jetzt auch jemanden, bei dem ich früher öfters übernachtet habe, der jetzt in der gleichen Situation ist und ebenfalls etwas gefunden hat, wo er bleiben kann, in seinem Fall zahlt er eine kleine Miete.

Das also zu meinem Leben, das ich absolut geliebt habe. Das möchte ich an dieser Stelle noch einmal deutlich sagen. So sehr geliebt, dass ich es aus freien Stücken nicht ändern wollte. Aber ich stellte mir  selbst die Frage, ob ich auf die Welt gekommen bin, um so zu leben oder ob nicht noch eine andere Aufgabe auf mich wartet. Und deshalb habe ich mich dann doch dazu entschlossen, meine gesamte Lebenssituation zu ändern. Wobei das für mich äußerst schwierig ist, das möchte ich nicht verschweigen. Von der Nichtsesshaftigkeit in die Sesshaftigkeit zu wechseln ist unglaublich schwer. Einfach, weil man mit so vielen Sesshaftenproblemen so lange nicht betraut war. Was da alles zu regeln ist, um in diesen Luxus zu gelangen… Aber diese Art von Leben kennt Ihr ja, davon brauche ich hier nicht zu berichten.

Meine Aufgabe sehe ich darin zu sagen: man kann ohne Geld und man kann mit sehr wenig Geld sehr glücklich leben. Den gesamten Luxus, den wir meinen haben zu müssen brauchen wir gar nicht. Geld macht nicht glücklich. Konsum noch weniger. Er macht fast schon unglücklich, denn nur scheinbar glücklich. Dass wir durch konsumieren glücklich werden würden ist eine Lüge. Eine große Lüge. Wir sind umso glücklicher, das sage ich aus eigener Erfahrung, je weniger wir konsumieren und je mehr wir umsonst bekommen. Ohne Geld. Am allerglücklichsten sind wir ohne Geld. Das kann ich bestätigen, das ist meine Erfahrung! Aber wohl nur dann, wenn wir uns freiwillig dazu entschieden haben.

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